Fishery nonsens –
Fischerei-Blödsinn
In the harbor cities and little towns of the Mediterranean coast one can’t overlook the many fishing boats and fish restaurants. Today we want to give this topic an entire post. Fishery is without question an important industrial and of course cultural factor for this region. Even we both like to eat fish now and then, but what we get to see in many of the harbor towns is really making us sad. One doesn’t get to see all the bycatch or the way some fishermen treat the animals on board when ordering a beautifully prepared fish in a restaurant. But in fact all these lost animals should be next to the plate with the fish we ordered to get some perspective of the problem. This stinks!
Considering that we are not even allowed to go diving on our own in Croatia unless we buy an overpriced extra license for around 330 €. Apparently the money, among others, is supposed to be used for ocean conservation, but it seems more like a joke to us! Do the fisheries policy also know anthing about conservation? We that want to just enjoy the underwater scenery have to pay a lumpy fee but if you pilage the seas in the most gruesome way (and against EU regulations), you are allowed to make lots of money. Something is entirely wrong in this picture!!!
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In den Hafenstädten und Fischerdörfern des Mittelmeeres sind die vielen Fischerboote und Fischrestaurants natürlich nicht zu übersehen und wir widmen dem Thema Fischerei einen gesonderten Beitrag. Ohne Frage ist die Fischerei ein wichtiger Wirtschaftszweig an der Küste und obendrein identitätsstiftend für die Region. Auch wir beide essen ab und an gerne Fisch, doch was wir in den Fischereihäfen zu sehen bekommen, macht uns wirklich traurig. All den Beifang sieht man nicht, wenn man im Restaurant den hübsch zubereiteten Fisch serviert bekommt. Doch eigentlich müssten alle Tiere, die ungewollt mitgefangen wurden, auch neben dem Tisch im Restaurant liegen. Das stinkt gewaltig!
Daneben stimmt uns die Tatsache besonders nachdenklich, dass wir in Kroatien nicht mal auf eigene Faust individuell tauchen dürfen, sondern für happige umgerechnete 330 € eine Genehmigung kaufen müssen. Das Geld aus diesem Erlös soll laut Tauchgesetz unter anderem dem Schutz der Meere zu Gute kommen. Das ist wie ein schlechter Scherz! Weiß die Fischereipolitik auch schon vom Meeresschutz? Wenn wir als Taucher das Meer bestaunen wollen, müssen wir dafür viel Geld bezahlen, wenn allerdings die Fischerei das Meer ausbeutet, kann sie damit viel Geld verdienen (und das auch gegen die EU Richtlinien). Irgendwas läuft doch da falsch???
In der Nähe von Vrsar schnorchelten wir in der Adria. Im Sonnenuntergang fuhren Fischerboote raus aufs Meer. Sie gehören ohne Frage zum Bild der Küste.
Diese Muschel-Baumkurren auf dem Steg sind sogar so gebaut, dass sie sogar in den Boden eindringen beim Schleppen.
Gewusst wie! Die Fischer bauen aus einfachen Mitteln ihre Netzmarkierungen: leere PET-Flaschen, Beton und Bambusstangen, getoppt mit Styropor und weißer Plastikfolie als Fähnchen.
Einige der Boote sind mit starken Lichtern rundherum ausgestattet. Damit werden im Dunklen unter anderem nachtaktive Tintenfische angelockt und dann gefangen. Sie sind so hell, dass man sie sogar vom Weltraum sehen kann oder wie wir als hellster Stern am Horizont.
Wir beobachten, wie ein Fischerboot in den Hafen reinkommt und warten gespannt, welcher Fang wohl an Bord ist.
Der Fischer hat jede Menge Meeräschen, welche er dann in genormte weiße Styroporboxen packt. Bei der 10. Kiste gehen wir weiter, Beifang ist nicht zu sehen. Gern hätten wir ihm eine abgekauft, doch unsere Bordpfanne ist für die Fische leider zu klein…
Am Steg bereiten Fischer ihre Netze für die nächste Ausfahrt vor. Die Fische sind schon entnommen, aber die Netze sind noch voll mit anderen bodenbewohnenden Meerestieren wie Muscheln, Schnecken, Seesternen und Krebsen, welche in dieser Kiste landen. Auch wenn sie zurück ins Meer gekippt wird, leben wohl nicht mehr viele der Tiere.
Richtig traurig wird es, wenn man ins Wasser rings um die Fischerboote schaut: Jede Menge tote Lebewesen. Hier ist ein toter Rochen zu sehen. Auch er soll eigentlich geschüzt sein. Dieser ist zu klein aber die großen schaffen es dennoch in die Restaurants.
Haie sind ebenso Beifang, welchen die Fischer nicht mit anlanden. Wir haben viel zu viele davon tot rings um die Fischerboote gesehen, manche auch ohne flossen 🙁
In Albanien sahen wir sogar diesen Hai auf einem Fischmarkt! Wenn er gegessen wird, ist er immerhin nicht ganz so sinnlos gestorben, wie all die Haie, die als Beifang verenden.
Als wir in Griechenland auf unsere Fähre warten, besuchen wir die Fischmärkte am Hafen. Diese Marmorplatte im Eingangsbereich entsammt wohl Wunschdenken oder besseren Zeiten, wie Mark es hier als kleines Kind noch teilweise erleben durfte. Das shifting baseline Syndrom ist ein weiteres Problem der Fischerei.
Tintenfische wie diese Kalmare gibt es zahlreich auf dem Fischmarkt. Sie sind ein Zeichen für sich verändernde Ökosysteme. Beim Tauchen des nachts haben wir in diesem Jahr jedoch noch keinen einzigen dieser nachtaktiven Tiere gesehen. Ungewöhnlich!
Denn gelegentlich essen wir auch ganz gern mal Fisch. Und während wir im Camper speisen, wird die Pfanne draußen fein säuberlich von der Campingplatz-Katze ausgeschleckt.

