Albania drives us crazy –
Autofahren in Albanien als verrückte Erfahrung
There are many ways to enter Albania but by road must be the most exciting. Not in terms of things to see, although the masses of garbage on the side of the road are quite astonishing, but in terms of fear of life and death and culture shock. Driving in Albania needs getting used to. We are swetting and our eyes are constantly wide open! Pot holes jump out at any time and can swallow a car whole. The main 4 lane highway is used by everyone from multi ton trucks to playing kids! Nevertheless the CIA-style black SUVs used by the newly rich and also by the secret police wizz past us left and right at insane speeds even for a well maintained German autobahn. At the same time donkey carts or bicycles creep slowly on the sides, even towards the general direction of trafic. The only thing slower are the parking cars that pick up a (live) turkey-to-go or other farm produce from the old lady sitting in her sofa at a road side stand. Come join us in pouring rain as we slowly loose all our drive training knowledge and succumb to ignore every light or sign on the road 😉 Many of the following photos have been taken while driving so don’t expect them to be picture perfekt. But they still give a great impression of our albanien driving experience im letzten November.
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Es gibt verschiedene Wege, um nach Albanien einzureisen, aber als Autofahrer ist es wahrscheinlich am aufregendsten. Nicht weil es so viel zu sehen gibt, auch wenn der viele Müll am Straßenrand schon erschreckend ist, sondern weil es gefühlt um Leben und Tod geht. Autofahren in Albanien ist für uns wie ein Kulturschock und daran muss man sich erstmal gewöhnen. Wir schwitzen und unsere vier Augen sind permanent auf die Straße gerichtet! Riesige Schlaglöcher tauchen aus dem Nichts auf und können das Auto verrecken lassen. Die Autobahn wird außerdem ausgiebig genutzt: Wir fahren gemeinsam mit großen LKWs, vorbei an spielenden Kindern. Nichtsdestotrotz rasen die schwarzen SUVs im CIA Look der Neureichen und der Geheimpolizei rechts und links an uns vorbei, und das in Geschwindigkeiten, welche selbst für eine gut ausgebaute deutsche Autobahn rasend schnell wären. Gleichzeitig schleichen am Rand Eselskarren und Fahrräder, manchmal auch gegen die Fahrtrichtung. Langsamer sind nur noch parkende Autos, um vom Hirte hinter der Leitplanke einen lebenden Truthahn aus seiner Herde oder Gemüse von einem der zahlreichen Stände von den auf Sofas sitzenden alten Mütterchen zu kaufen. Seid dabei, wie wir in strömendem Regen alles vergessen was wir jemals in der Fahrschule gelernt haben und Verkehrszeichen und Ampeln neu interpretieren 😉 Viele der folgenden Photos gehören nicht zur hohen Schule der Photographie, da wir sie aus dem fahrenden Auto heraus geschossen haben. Doch sie geben einen wunderbaren Einblick in unsere Erlebnisse “on the road” in Albanien last november.
Diese Ampel regelt den Verkehr an einer Engstelle, zu schmal für zwei Fahrzeuge… Bitte wähle deine Farbe! Wir stehen außerdem an mehreren roten Ampeln, während andere albanische Fahrzeuge hupend an uns vorbeifahren. Nach mehreren Minuten Wartezeit fahren wir schließlich auch bei rot, später sogar ohne Wartezeit. Anpassung an die vorherrschende Kultur?
Eine Schubkarre schiebt sich einfach leichter auf dem Asphalt der Autobahn als daneben im Kiesbett. Im Hintergrund steht eine weitere Person an der Mittelleitplanke.
Dieser Mann überquert die Autobahn. Er hob grad sein Fahrrad über die Mittelleitplanke und kletterte im nächsten Augenblick hinterher. Es gibt ja auch keine Autobahnbrücke im Hintergrund zu sehen, die sicher benutzt werden könnte!
Es gibt seit mehreren Tagen starken Regen. Viele Bäche und kleine Flüsse traten über ihre Ufer, Straßen verwandeln sich in Wasserstraßen. Und wir gelangen ins nächste Abenteuer: unser erster albanischer Stau!
Ursache des Staus ist ein Kleinwagen, der in einem riesigen Schlagloch landete. Unter dem Wasser sind die vielen Schlaglöcher trotz ihrer Größe kaum und erst spät zu sehen.
Die andere Ursache für diesen Stau ist allerdings das Verhalten der Albaner im Stau. Man stellt sich nicht an und wartet, nein! Auf einer zweispurigen Straße wird versucht, in drei Spuren bis zum Unfall vorzufahren, um irgendwie vorbeizukommen. Wir standen da mehrere Stunden im Regen im Stau, nichts bewegte sich. Bei uns in Deutschland funktioniert die Rettungsgasse ja auch nicht immer, aber hier in Albanien hat leider noch niemand je davon gehört.
Albaniens Norden ist im Gegensatz zum südlichen Landesteil eine recht flache Region, die durch den heftigen Regen der letzten Tage unter Überflutungen leidet.
Es gibt leider noch keine Entwarnung, mehr Regen wird angesagt. Die Flüsse transportieren auch jede Menge Müll, der überall herumliegt.
Auch einige Ziele, die wir uns ausgesucht haben, können wir nicht erreichen. Wir wollen zum Beispiel hier bei dieser Saline wandern und Falmigos suchen gehen, aber die Zufahrtsstraßen sind gesperrt.
Wir fahren weiter, vorbei an den Salzbergen bis zu einem Campingplatz. Strom funktioniert schon wieder, an Internet ist jedoch nicht mal zu denken. Die ganze Region ist ohne Internet. Der Campinhaber erstattet uns den Radio-Wetterbericht: Regen, Regen, Regen. Doch wir sind mittlerweile hinter der Regenfront und fahren ihr hinterher.
Auf den Autobahnen bleibt es verrückt. Ganze Familien sind auf den Beinen und blicken vom höchsten Punkt der Autobahnbrücke, der Mittelleitplanke, auf die Überflutungen. Natürlich fahren trotzdem weiterhin alle schnell.
Es gibt zahlreiche “Geisterhäuser”, weil die Grundstücke oft mit Rohbau erschlossen und dann erst verkauft werden.
Der flache Norden ist sehr fruchtbar. Doch neben vielen modernen Plastikfolien-Gewächshäusern fristen die alten aus Glas ein trauriges Dasein. Leider, denn überall flattern auch viele ausgediente Plastikfolien herum, die nicht entsorgt werden.
Der Norden des Landes hat uns nicht gefesselt und wir fahren einfach durch, in der Hoffnung, dass es irgendwann schöner werden muss. Unser neues Lieblingsessen wird der Burek, den es überall unterwegs zu kaufen gibt. Das sind gefüllte Blätterteigtaschen mit Käse oder Hackfleisch, Spinat oder Pilzen. Lecker!
In Albanien kann man übrigens sehr gut und günstig essen, da schmeißen wir den Campingkocher gar nicht erst an. Dieser Kellner steht an der Straße und hält vorbeikommende Autos an. Er umwarb uns mit Zicklein am Spieß, köstlich!

