Mystras – Mystical city of ruins.
Mystische Ruinenstadt.
Onwards on our Peloponnes Tour! Our road leads us through endless olive groves around Kalamata, through a mountain panorama, through Sparta and finally to the historical site of Mystras. This last stronghold of the Byzantine Empire is held as the most important historical site on the Peloponnes, but being winter there is not much going on and we can rest for the night on one of the empty parking lots in front of the entrance.
Today Mystras is a ruin city that lies on a mountain slope. The old fortress crowns the top of the mountain above the city. The vast ruins around it make the extent of the ancient city visible. Visitors are welcomed at two entrances, one at the top near the fortress and one near the bottom for the ancient city. The lady at the ticket booth told us twice that it’s best to visit the lower city and then take our car to the top and have a look at the rest. We wonder why, since there are nice paths everywhere and our hiking boots are already tied. So we head up the mountain on foot dispite the recommendation. When we reached the upper gate the other lady at the entrance was bewondered and asked us if we came all the way up here on foot. Must fall into the category „typically greek“ we think, since hiking for fun here in Greece does not yet belong a normal way of life. Strange enough since we are only 7km away from the birthplace of the ultimative marathon: The Spartathlon! The Messenger Pheidippides ran a total of 246km all the way from Athens to Sparta all in just one day to ask the Spartans to join the battle of Marathon against the Persian empire. Todays record for this annual insane long run lies at 20 hours and 25 minutes!
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Weiter geht es auf unserer Peloponnes-Tour! Wir fahren durch schier unendliche Olivenhaine rings um Kalamata, durch tolles Bergpanorama weiter nach Sparta und schließlich zur Weltkulturerbestätte Mystras. Diese letzte Hochburg des Byzantinischen Reiches wird als eine der bedeutendsten historischen Stätten auf dem Peloponnes gehandelt, doch dank Nebensaison ist kaum etwas los und wir können auch unser Nachtlager auf einem der leeren Parkplätze vor dem Touristenmagnet aufschlagen.
Mystras ist heute eine Ruinenstadt, die sich über einen ausgedehnten Hang erstreckt. Auf der Bergspitze thronte die alte Festung über der Stadt, die Ruinen lassen noch die Ausmaße erahnen. Für die Besucher gibt es zwei Einlässe in die Ruinenstadt: Einer liegt oben für die Festung und der andere weiter unten für die Siedlung. Mehrfach wurde uns von der Kassiererin am Einlass mitgeteilt, dass wir am besten mit dem Auto von unteren zum oberen Einlass fahren sollten. Wir wundern uns, denn es gibt doch so tolle Wege durch die Ruinenstadt und unsere Wanderschuhe sind auch schon geschnürt. Also erklimmen wir entgegen aller Empfehlungen den Gipfel per pedes. Als wir den oberen Einlass passieren, werden wir ungläubig gefragt, ob wir etwa zu Fuß sind. Das gehört mit in die Liste „typisch griechisch“: Wandern ist hier als Freizeitsport erst noch im Kommen 🙂 Und das, obwohl im nur 7km entfernten Sparta der Ursprung des ultimativen Marathons liegt: der Spartathlon. Der Bote Pheidippides lief einst die 246 km von Athen nach Sparta an nur einem Tag, um die Spartakianer um Unterstützung im Krieg von Marathon gegen die Perser zu bitten. Der heutige Rekord der jährlich stattfindenden Spartathlons liegt übrigens bei 20h 25min.!
Im Gegensatz zu anderen Oliven kann die Kalamata nicht grün geerntet werden. Sie reift bis in den späten November an den Bäumen und wird dann per Hand geplückt.
Die Straße zwischen Kalamata und Sparta führt über – oder hier durch – die Berge und ist sehr eindrucksvoll. Von Sparta selbst ist leider wenig historische Substanz erhalten, was daran liegen könnte, dass Sparta keine Stadtmauern zur Verteidigung besaß. Sie waren ja schließlich tapfere Krieger!
Auf dem Weg liegt auch die Langada Schlucht. Hier wurden all die Jungen von Sparta ausgesetzt, welche zu schwach oder zu missgebildet waren, um gute Krieger zu werden. Unsere mentale To-do Liste bekommt einen weiteren Eintrag: Den Film „300“ gucken, um mehr über die Spartakianer zu erfahren.
Nach all den geschrubbten Kilometern zwischen Bergen und Olivenbäumen besichtigen wir in Sparta das Oliven-Museum. Das Museum hat ein sehr gutes Design und informiert über die Olive auf ganzer Breite: Nicht nur der Anbau und die Ölgewinnung, sondern im großen Bogen die Bedeutung der Olive für Ernährung, Kosmetik, Treibstoff, Wirtschaft und auch welche Rituale es rund um die Olive gibt und gab. Empfehlenswert!
Dieser große Palast war zum Zeitpunkt unseres Besuches leider wegen Restaurierungsarbeiten für die Besucher geschlossen.
Seit 1950 bis heute wird viel restauriert. 1989 wurde Mystras als Weltkulturerbestätte aufgenommen. Nachholebedarf besteht allerdings noch an der Bereitstellung von Informationen. Zwar gibt es einige heruntergekommene Tafeln, aber leider ohne großen inhaltlichen Wert und oft sogar doppelt und dreifach vorhanden.
Viele Menschen aus dem Umland zogen einst nach Mystras und während das Byzantinische Reich langsam unterging, erlebte Mystras noch einen Aufschwung. Beim Flanieren durch die Ruinenstadt stellen wir uns vor, wie die Stadt und das Leben hier wohl einst aussahen.
Wir erfahren, dass der Abwärtstrend aus Zerstörngen 1715 begann, als Mystras von den Türken erobert wurde. Übrig blieb nur ein für viele viele Jahre verlassenes Ruinenfeld.
Das Kloster Pantanassa (hier der Ausblick vom Kloster) ist allerdings immernoch von Nonnen bewohnt! Wenn man von den zahlreichen Streunerkatzen absieht, sind diese Nonnen somit die einzigen Bewohner von Mystras.

