From Agamemnon to Andros –
Von Agamemnon nach Andros
Our last stop on the Peloponnes takes us to the ruins of the once mighty palace of King Agamemnon in Mycenae. It was him who lead the Greeks into the battle of Troy (today in Turkey). Our heads are already overflowing with ancient greek legends. So much history has taken place in the Peloponnes, it seems that the next mythical story is just around the corner. We park our Ferdi on the parking lot outside the gates next to seven large tourist busses. And this is the off season in december. We were surprized to find so many visitors here, however soon realize that it must be because we are getting closer to Athens and that this site is just a day tour away for many tourists. Unfortunately the site didn’t blow us away too much and the service wasn’t very good as there were only few signs and the toilets a total rubbish. We let the numbers run through our head: 8 € per person times at least 7 busses on what could be the worst day of buisness and they couldn’t even afford toilet seats, let alone the lock on the door or toilet paper? Well we are fine with paying for historcal sites, but this was bad even for the greek resession.
At the end of the day we cross the Corinth Channel and head towards Athens. The traffic quickly increases and we think about staying a few days, but finally decide not to head into the greek traffic chaos of the main city. After all we both have been to the city before and don’t want to risk an accident with our bus. Instead we detour around the city and head to the port town of Rafina where we take the ferry to the beautiful island of Andros, our goal and home for the winter.
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Unser letzter „historischer“ Stop auf dem Peloponnes sind die Ruinen des einst mächtigen Palastes von König Agamemnon in Mycenae. Er war es, der die Griechen führte im Krieg gegen Troja, gelegen in der heutigen Türkei. So ganz langsam schwirrt uns schon etwas der Kopf von all den griechischen Heldensagen und Göttergeschichten. Auf dem Peloponnes hat so viel Geschichte stattgefunden, ein Mythos jagt hier den nächsten!
Wir parken unseren Ferdi auf dem Mycenae-Parkplatz neben sieben großen Reisebussen, wohlgemerkt an einem Nebensaison-Dezembertag. Wir befinden Mycenae nicht sehenswerter als andere Orte, realisieren aber bald, dass wir uns der griechischen Hauptstadt nähern, welche nur einen Katzensprung entfernt ist. Wahrscheinlich befinden sich die Busse auf einem Tagesausflug von Athen aus. So viele andere Menschen auf einmal sind wir gar nicht mehr gewöhnt, nachdem wir vielerorts die pure Nebensaison genießen dürfen. Wir überschlagen kurz die Tageseinnahmen bei 8,00 € Eintritt p.P. und wundern uns danach über den wenigen Service sowie die defekten und nicht sonderlich reinen WCs. Von 4 Damentoiletten waren zwei außer Betrieb. Die beiden „in Betrieb“ hatten weder Klopapier, noch Klobrillen, noch Türklinken oder sonstige Schließvorrichtungen. Immerhin das Türbrett hing in der Angel. Und das ganze bei 7 Reisebussen und einer Handvoll Extra-Touris. Wir zahlen echt gerne einen Eintritt in historische Stätten, wenn sie zu deren Erhalt beitragen, aber wir fragen uns schon, ob bei 8,00 € Eintritt p.P. nicht mal neue Türklinken oder Klobrillen im Budget drin sein sollten, griechische Krise hin oder her 🙂
Wir überqueren schließlich den Korinth-Kanal, der den Peloponnes quasi zur Insel macht. Auf dem Festland zieht uns der Verkehr schnell in Richtung Hauptstadt Athen. Bleiben wir ein paar Tage in der Hauptstadt? Ja? Nein? Ja? Nein? Mit unserem unklimatisierten Krankenwagen Ferdi in eine Großstadt mit griechisch dominierten Fahrstil?? Allein bei dem Gedanken geraten wir ins Schwitzen. Da wir schon öfter mal in Athen zu Besuch waren, umfahren wir Athen diesmal auf dem Autobahnring Richtung Rafina. Dort wartet die Fähre auf die schöne Insel Andros. Zwischenziel erreicht, hier werden wir überwintern.
Für Agamemnons Palast selbst benötigt man viel Phantasie, denn davon ist nicht mehr viel erhalten. Eine Schautafel gibt einen kleinen Eindruck. Es wird übrigens angeommen, dass Agamemnon hier von seiner Frau und deren Geliebten ermordet wurde. Seine Kinder rächten seinen Tod durch die Tötung der Mutter und des Geliebten.
Im Grab Zirkel A wurden 5 königliche Gräber entdeckt und ausgehoben, darunter ein sensationeller Fund: eine goldene Maske! Es stellte sich allerdings später heraus, dass diese nicht Agamemnon, sondern einem anderem König gehörte. Aus den Grabbeigaben lies sich auch rückverfolgen, mit welchen Regionen Handel betrieben wurde.
Eine andere Grabform sind die Tholos-Grabkammern, in der Form wie ein überdimensionaler Kegel oder ein Bienenkorb. Leider wurden diese Grabkammern geplündert aufgefunden, liefern aber eine erstaunliche Akkustik, welche die Eingeweide vibrierern lässt.
Am Abend fahren wir noch bis zum Korinth Kanal, und stellen uns vor, wie wir mit unserer Lizzy den azurblauen Kanal per Boot zwischen den hohen Felswänden zu passieren. Die Region am hohen Ufer ist hingegen trostlos, dreckig und dank einer Kläranlage auch entsprechend duftig. Eigentlich wollten wir hier übernachten und Schiffe gucken, suchen aber schnell das Weite.
Doch zuvor noch ein trauriger Moment. Wir hatten aus Montenegro aus einem Bergdorf zwei tolle Schinken mitgebracht. Einer davon sollte noch als Weihnachtsgeschenk dienen. Doch seit wir vor ein paar Tagen die kühlen Bergregionen verlassen haben, wurde es den Schinken wohl zu warm und sie schimmelten!
Nach längerem Suchen finden wir noch einen schönen Schlafplatz am Strand. Leider fahren wir uns in der Dunkelheit erstmal im Sand fest, doch sogleich kommt aus der benachbarten Beachbar ein hilfsbereiter Grieche, der Dine beim Anschieben hilft. Das ist dann das letzte Frühstück auf dem Peloponnes!

